Außergewöhnliche Vielseitigkeit bei Materialien und Anwendungen
Die bemerkenswerte Vielseitigkeit von Hartmetallwerkzeugen bei unterschiedlichsten Werkstoffen und spanenden Anwendungen bietet Herstellern eine beispiellose Flexibilität bei der Produktionsplanung und der betrieblichen Effizienz. Diese Anpassungsfähigkeit beruht auf der Verfügbarkeit verschiedener Hartmetallsorten, die mit unterschiedlichem Kobalt-Bindemittelgehalt, verschiedenen Korngrößen sowie speziellen Beschichtungen formuliert sind, die gezielt auf die Optimierung bestimmter Leistungsmerkmale für jeweilige Anwendungen ausgelegt wurden. Hersteller können aus einem umfassenden Spektrum an Hartmetallwerkzeugen wählen, die speziell für die Bearbeitung von Eisenwerkstoffen – darunter Kohlenstoffstähle, legierte Stähle und Gusseisen –, von Nichteisenwerkstoffen wie Aluminiumlegierungen, Kupfer und Messing, anspruchsvollen Edelstahlsorten, exotischen Hochleistungsliegierungen aus der Luft- und Raumfahrt sowie der Energietechnik und sogar nichtmetallischen Werkstoffen wie Kunststoffen, Verbundwerkstoffen und Graphit entwickelt wurden. Diese breite Werkstoffkompatibilität macht es überflüssig, umfangreiche Lagerbestände an spezialisierten Werkzeugen für verschiedene Werkstückwerkstoffe zu halten; dies vereinfacht die Beschaffungsprozesse, reduziert das in Werkzeugbeständen gebundene Kapital und verringert den erforderlichen Lagerplatzbedarf. Die Zusammenfassung der Werkzeugvarianten senkt zudem die Komplexität der Produktionsplanung, da weniger Varianten an Werkzeugtypen einfachere Einrichtungsverfahren ermöglichen und die Wahrscheinlichkeit von Fehlentscheidungen beim Werkzeugaustausch – die zu Werkzeugbruch oder Werkstückbeschädigung führen könnten – reduzieren. Über die Werkstoffvielseitigkeit hinaus eignen sich Hartmetallwerkzeuge für zahlreiche spanende Operationen, darunter Drehen an Drehmaschinen, Fräsen an vertikalen und horizontalen Bearbeitungszentren, Bohren zur Erstellung von Bohrungen, Reiben zur präzisen Bohrungsfinishbearbeitung, Gewindeschneiden für Verbindungselemente sowie spezielle Operationen wie Nutfräsen und Trennen. Diese operative Flexibilität ermöglicht es Herstellern, sich auf Plattformen aus Hartmetallwerkzeugen für verschiedene Maschinentypen und Fertigungsprozesse zu standardisieren, wodurch sie Vorteile aus Mengenrabatten bei der Beschaffung nutzen und ihr Know-how gezielt im Bereich der Hartmetallwerkzeuganwendung vertiefen können – statt Wissen über zahlreiche unterschiedliche Werkzeugtechnologien verteilen zu müssen. Die Entwicklung fortschrittlicher Beschichtungstechnologien hat die Vielseitigkeit von Hartmetallwerkzeugen weiter gesteigert, indem Oberflächeneigenschaften verbessert werden, ohne die inhärenten Vorteile des Grundwerkstoffes einzuschränken. Titannitrid-, Titan-Carbonitrid-, Aluminiumoxid- und diamantähnliche Kohlenstoffbeschichtungen bieten zusätzlichen Verschleißschutz, geringere Reibung, verbesserte Spanabfuhr sowie erhöhte chemische Stabilität bei der Bearbeitung reaktiver Werkstoffe und erweitern damit das ohnehin beeindruckende Leistungsspektrum von Hartmetallwerkzeugen noch weiter in besonders anspruchsvolle Anwendungen – was es der Fertigung ermöglicht, zuvor problematische Werkstoffe mit Zuversicht und vorhersagbaren Ergebnissen zu bearbeiten.